In Energy-Ultimate wird als Eingabewert die Nutzenergie + Verluste durch Verteilung erwartet. Verluste durch Erzeugung und Speicherung werden durch die verschiedenen Anlagen simuliert und sind deshalb nicht zu erfassen. Einträge durch aktive Erzeuger (z.B. Solarthermie) sind bei der Bestimmung des Bedarfs natürlich ebenso zu ignorieren.
Bei der Auswahl der Automatik-Funktion liefert die Software einen passenden Wert, basierend auf den Parametern „Nutzfläche“, „Anzahl Bewohner“, „Warmwasserbezug“ und „Zirkulationsleitung“. Damit weichen wir bereits im Grundsatz von den bekannten Normen ab, in denen die Nutzfläche des Objekts der alleinige Parameter zur Bestimmung der Warmwasser-Nutzenergie ist.
So wurde nach DIN V 4108-6/4701-10 generell 12,5 kWh/m²/a (Nutzenergie) angenommen. Kritisch ist hierbei natürlich die Unabhängigkeit von den tatsächlich im Gebäude lebenden Personen zu erwähnen.
DIN V 18599 Teil 10, welche wohl aktuell häufiger genutzt wird, weicht vom linearen Ansatz ab und senkt den spezifischen Wert bei steigender Nutzfläche. Aus unserer, aber auch aus Sicht vieler unserer langjährigen Kunden, schon etwas realistischer, aber eben auch wieder ohne Bezug auf die Personenzahl. In der Praxis sind dabei tendenziell geringe Werte, insbesondere bei größeren Einfamilienhäusern zu beobachten.
Mit Energy-Ultimate wollen wir möglichst nah an der Realität arbeiten, um eine möglichst genaue Bedarfssituation als Basis für unsere Simulationen zu gewährleisten. Dies bedeutet in den meisten Fällen, daß gängige Normen keine Anwendung finden, da diese u.a. auch für den Simulationsansatz unbrauchbar sind.
Die automatische Ermittlung des Warmwasserbedarfs und des Strombedarfs erfolgt ausschließlich für Wohngebäude, da diese bei anderen Objekttypen ohne weitere Informationen nicht zuverlässig abschätzbar sind.