Energy-Ultimate ist in der Lage beliebige Anlagenkombinationen zu simulieren. Zur (hydraulischen) Verschaltung der Anlagen wird dabei eine Logik angewandt, welche die typischen Anwendungsfälle abbildet. Insbesondere im Zusammenspiel mit Wärmespeichern können dabei unterschiedliche Effekte auftreten.
Beispielkonstellation: Luft/Wasser-Wärmepumpe, Erdgaskessel, Pufferspeicher
Simulationslogik (in jeder einzelnen Stunde): Zunächst wird aufkommender Wärmebedarf vom Pufferspeicher gedeckt. Genügt dies nicht, deckt die Wärmepumpe den restlichen Bedarf. Genügt auch dies nicht, so deckt der Erdgaskessel den restlichen Bedarf. Im Falle der Zuschaltung des Erdgaskessels befüllt dieser auch wieder den Pufferspeicher.
Szenario 1: Der Erdgaskessel ist so dimensioniert, daß er auch allein den vollständigen Wärmebedarf des Objekts decken könnte. Aufgrund der hohen Leistung, gepaart mit dem Einsatzzweck der Spitzenlastabdeckung, wird dieser Kessel „takten“, da die erzeugte Arbeit in einer Simulationsstunde (selbst auf unterster Modulationsstufe) meist größer als der anfallende (Rest-)Wärmebedarf inkl. Pufferspeicheranforderung sein wird. Da der Kessel in dieser Stunde abschaltet, wird er auch erst wieder eingeschaltet, sobald er zur Spitzenlastabdeckung benötigt wird.
Szenario 2: Der Erdgaskessel ist kleiner dimensioniert, sodaß er ausreicht, um evtl. Spitzenlasten abzudecken. Im Gegensatz zu Szenario 1 wird dieser Kessel weniger takten, da seine Stundenarbeit auf unterster Modulationsstufe häufig niedriger (oder gleich) der Bedarfsanforderung ist. Da der Kessel somit eingeschaltet bleibt, wird er auch in den Folgestunden den Pufferspeicher befüllen, solange bis die unterste Modulationsstufe unterschritten wird und eine Abschaltung erfolgt.
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Szenario 2 führt somit zu einer höheren Laufzeit des Erdgaskessel und ggf. schlechteren oder besseren wirtschaftlichen Ergebnissen. Auch Auswirkungen auf Autarkie, CO2-Einsparung und den Anteil an Erneuerbaren Energie an der Wärmeerzeugung sind zu verzeichnen.
In diesem Beispiel bilden die beiden Szenarien die typischen hydraulischen Einbindungen in das Anlagensystem ab. Dennoch können Sie als Benutzer das Verhalten steuern. Möchten Sie die Laufzeiten des Kessels reduzieren, so setzen Sie dessen Modulationsgrad auf 100%, was insbesondere bei hoher Dimensionierung regelmäßig zu einer Abschaltung führt.
Auch in anderen Anlagenkonstellationen können derartige Änderungen zu einem erwarteten oder unerwarteten Simulationsergebnis führen. Wir empfehlen daher stets die Laufzeiten der Anlagen (Betriebsstunden und Vollbenutzungsstunden) zu prüfen.